Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2019 (SOLO Französisch)

17. Apr 2020

Bericht unserer Landessiegerin Juliane Schertler (10e/KS 1)

Verleihung 1. Landespreis
Papenburg

Ihr kennt die Situation bestimmt aus eurem Sprachunterricht: euer Lehrer fängt an, euch von einem Wettbewerb zu erzählen, bei dem ihr tolle Preise gewinnen könnt. Viele von euch denken sich in diesen Momenten bestimmt: och nee, ich hab doch schon jetzt viel zu viel zu tun, was soll ich denn mit einem Wettbewerb?

Aber es kann sich in mehrfacher Hinsicht lohnen!

Im Januar 2019 nahm ich am Bundeswettbewerb für Fremdsprachen 2019 mit der Wettbewerbssprache Französisch teil. Der Wettbewerb bestand aus zwei Teilen: zuerst sollten wir ein Video über eine historische oder fiktive Figur drehen, die uns beeindruckt, und natürlich erklären, warum. Ich drehte ein Video über Georg Elser, einen Schreiner, der 1939 versucht hatte, Adolf Hitler durch ein Attentat zu töten.

Dann wurden ich und eine ebenfalls teilnehmende Freundin eingeladen, in Biberach eine Prüfung abzulegen. Wir wurden auf unser generelles Sprachverständnis getestet, lösten eine Aufgabe zum Hörverstehen und schrieben einen Aufsatz über die Normandie.

Nach ungefähr zwei Monaten kam eine Rückmeldung des Wettbewerbs: ich hatte einen ersten Landespreis in Baden-Württemberg gewonnen!

Die Freude war groß, und im Juni durfte ich auf einer großen Veranstaltung in Schwäbisch-Gmünd meinen Preis entgegennehmen.

Doch der Wettbewerb war damit nicht beendet: im September fand das Finale in Papenburg im Norden Deutschlands statt. Mit einer zweiten Wettbewerbssprache (Englisch) und großer Aufregung im Gepäck machte ich mich mit zwei Mädchen aus Augsburg und Laupheim auf den neun Stunden langen Weg mit der Bahn nach Papenburg.

In der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte in Papenburg wurden wir mit Kuchen empfangen und man teilte uns unsere Zimmer zu. Wir bekamen eine Einführung ins Theaterspiel, die sich als sehr nützlich erweisen sollte. Nach einer Pause hielt uns eine Iranerin einen Vortrag über ihre Muttersprache, Farsi, auch als Persisch bekannt, ihre Herkunft, und Ähnlichkeiten mit anderen Sprachen. Danach wurden wir in Gruppen eingeteilt und begannen damit, uns ein Theaterstück in unseren Wettbewerbssprachen auszudenken.

Am nächsten Morgen besichtigten wir die riesige Meyer Werft in Papenburg, die große Kreuzfahrtschiffe wie die AIDAs produziert, und präsentierten später die dort gesammelten Informationen einer Jury.

Danach hörten wir einen zweiten Vortrag über Farsi, den wir in unserer ersten Wettbewerbssprache schriftlich verarbeiteten. Abends werkelten wir erneut an unseren Theaterstücken.

Am nächsten Morgen führten wir zu zweit ein Literaturgespräch in unserer zweiten Wettbewerbssprache und übten unsere Theaterstücke, die wir dann nach dem Mittagessen den anderen Teilnehmern und einer Jury vorführten.

Den Abend verbrachten wir Teilnehmer zusammen, und am nächsten Morgen wurden die Sieger gekürt.

Ich habe im Finale nichts gewinnen können, aber ich hatte über die drei Wettbewerbstage hinweg großen Spaß und fuhr deshalb glücklich wieder nach Ulm zurück.

Ich hätte selbst von mir niemals geglaubt, in einem solchen Wettbewerb so weit zu kommen, und viele von euch denken bestimmt auch, sie könnten in einem solchen Sprachwettbewerb nichts gewinnen, aber ich empfehle wirklich, es zu probieren, vielleicht kommt auch ihr weiter als ihr jetzt denkt. Viel Erfolg!