Endlich wieder…! Projekttage am AEG

03. Nov 2021

Am 28. und 29. Oktober 2021 fanden die Projekttage des AEGs statt

Am 28. und 29. Oktober 2021, den letzten zwei Tagen vor den Herbstferien, fanden die Projekttage des AEGs statt. Nach dreijähriger Pause waren alle Schülerinnen und Schüler sehr glücklich darüber, an Projekten teilnehmen zu können.

Auch die Oberstufe hatte die Möglichkeit, vom stressigen Schulalltag abzuschalten und das zu machen, worauf sie Lust hatten.

Wir, das Dokumentationsteam, durften diese Projekte zwei Tage lang begleiten.

Dabei war etwas für jeden dabei.

Die Biologiekurse von Frau Scheffler und Frau Götzfried, mit den Schülerinnern und Schülern der Jahrgangsstufe 1 und 2 machten sich schon früh morgens auf den Weg nach Stuttgart. Sie besuchten das Museum am Löwentor. Neben einer riesigen Ausstellung erhielten die Schülerinnen und Schüler eine eineinhalbstündige Führung von einem Geologen über die Evolution von Säugetieren. „Diese Führung wurde gut geführt, war verständlich und wurde nett gestaltet“, sagte Sarah aus der J1.

Auch den anderen hat es gefallen und das Feedback war weitaus positiv.

Anschließend bekamen die Schülerinnen und Schüler noch Zeit in der Innenstadt. Und was macht man da? Natürlich essen und shoppen!

Gegen Abend ging es für die Museumsbesucher per Zug wieder zurück nach Ulm.

Andere hingegen verbrachten den Tag in unserer schönen Heimatstadt. Sie unternahmen einen „Stadtspaziergang mit allen Sinnen“ begleitet von Frau Worms und Herrn Krischker. Hierbei lernten sie verschiedene Epochen der Malerei kennen.

Außerdem organisierte Frau Kuhnle noch eine Chemie-Exkursion nach Ehingen und Herr Schlabach ging in Form einer Geographie-Exkursion zum Unternehmen Trigema.

Als Gegenstück zu den diversen externen Projekten, fanden eine große Anzahl direkt an der Schule statt.

Auch für Interessierte an internationalen Themen gab es ein Angebot, das Projekt „The divided States of America“. Neben Herrn Zillikens und Herrn Neiniger hielt eine amerikanische Referentin via Zoom einen Vortrag über das Auseinanderdriften der amerikanischen Bevölkerung. Ermöglicht wurde dies durch die Kooperation mit dem Deutsch-Amerikanischen Zentrum, kurz DAZ. Die Beteiligten waren der Meinung, es sei ein aufschlussreiches Projekt, das zum Nachdenken anrege.

Ebenfalls wurde die Kreativität der Schülerinnen und Schüler gefordert und gefördert. Das Projekt „Lyrik und Malerei“, welches sich über zwei Tage erstreckte, bot ihnen die Gelegenheit, sich zu entfalten. Herr Kerler, ein Experte der Lyrik, führte sie in die lyrischen Künste ein und stand ihnen bei den eigenständig verfassten Werken mit Rat und Tat zur Seite. Diese Werke verewigten die Schülerinnen und Schüler am darauffolgenden Tag mithilfe von Herrn Greifendorf in Form einer Collage auf Leinwand mit Kreide. Yie-Sin aus der J1 war der Meinung, es sei witzig und cool gestaltet.

Ferner wurden aktuelle Problematiken, wie dem Klimawandel im Projekt „Verkehrsökologie“ angeschnitten. Ein Vortrag von einem ehemaligen Schüler unserer Schule, Julius Hamich, sowie einem von Professor Herrn Eckart verdeutlichte die prekäre Lage unsrer heutigen Welt. Mit Blick auf unsere Zukunft wurden den Schülerinnen und Schülern Praktiken zum aktiven Klimaschutz nähergebracht.

Von der Ökologie nun zur Technologie. Sie begleitet uns überall im Alltag. Egal ob das Smartphone, der Computer in der Schule oder auf der Arbeit, der Sprachassistent zuhause oder sogar das ganze Zuhause an sich: Künstliche Intelligenz, kurz KI, ist unser ständiger Begleiter und macht uns das Leben leichter. Und genau mit diesem Thema befasste sich das Projekt „Einführung in die KI“ unter der Leitung eines externen Partners, Herrn Denniger. Zuerst kam natürlich die Leitfrage auf: Was ist Intelligenz und wann ist eine künstliche optimal? Dabei erstellten die Schülerinnen und Schüler selbst ein Programmspiel, in dem der Computer eigenständig erlenen musste, wie er das Spiel meistern kann. „Man konnte sehen, wie ein Computer lernt. Das war schon krass“, sagte Mohammed (J1). Auch die anderen saßen voller Begeisterung am Computer und programmierten ihr Spiel, mit vollem Erfolg. Bei den meisten hat der Computer tatsächlich erlernt, wie er es zu lösen hat. „Es ist DIE Zukunft“, sagte Eyüp aus der J1. Nach diesem spannenden Teil ging es zum nächsten: Dem neuronalen Netzwerk. Dabei haben sie sich ausführlich mit diesem befasst und auch die Grenzen des neuronalen Netzwerkes besprochen. Abschließend wurde die Leitfrage geklärt. Künstliche Intelligenz sei dann optimal, wenn sie nicht mehr von einem Menschen zu unterscheiden wäre. Dabei erwähnte Mohammed das Beispiel eines WhatsApp-Chats. "Sobald man nicht mehr weiß, ob ein Mensch oder eine KI dir geantwortet hat, ist sie optimal.“, so der Schüler.

Im Nebenraum ging es musikalisch ab: Beim „Beatmaking“ bauten die Schüler zuerst simple, dann immer komplexere Beats. Begonnen haben die Schülerinnen und Schüler mit einer kurzen Einführung in die Musikproduktion. Zusammen mit dem „Ape-Mobil“ lernten sie nicht nur, sondern wurden auch direkt kreativ: Jeder bekam ein iPad mit dem dazugehörigen Programm und konnte direkt beginnen, einen eigenen Beat zu kreieren. Dabei ging es Schritt für Schritt mit der Melodie, den Akkorden etc. weiter. Dabei seien die Erklärungen des Experten Herrn Stahl sehr gut gewesen, so Michael aus der J1. Und das hat man auch gemerkt: Am Ende sind viele sehr gute Beats entstanden. Das Feedback war genauso gut, wie die Werke. Alle waren begeistert von dem Projekt, so auch Tobias. „Man konnte der Kreativität freien Lauf lassen“, sagte er. Michael, der das auch in der Freizeit macht, ist der Meinung, dass dies der perfekte Einstieg für Anfänger gewesen sei und es sehr gut erklärt worden sei. Also alles in allem sei es ein „Megaprojekt“ gewesen.

Es gab zudem auch etwas für die Mathematiker und Mediziner unter uns. „Mathematik und Medizin“ beschäftigte sich mit vielen Punkten, unter anderen auch der Impfstoff- und Medikamentenherstellung. Nach diesem für die Schülerinnen und Schüler interessanten Thema ging es zu dem Thema Studien. Hierbei wurde den Teilnehmern gezeigt, wie man eine Studie erstellt, durchführt und auswertet. Dies sei auch für später wichtig, gerade im Studium, wenn man selbst eine Studie durchführen müsse, so Thomas aus der Jahrgangsstufe 1. Als zweiten Teil ging es dann um die Lunge, die Beatmungsgeräte und in dem Zusammenhang die aktuelle Situation mit der Pandemie. Dabei habe man viel gelernt und es war sehr interessant, so eine weitere Schülerin.

Mit dem Projekt „Kleine Welt ganz groß“ von Frau Götzfried und Herr Werner erlangten die Schülerinnen und Schüler die Chance, scheinbar winzige Organismen unter die Lupe zu nehmen. Sie untersuchten Amöben, Paramecium, Spaltöffnungen und vieles mehr mithilfe von Mikroskopen. Für die Schülerinnen und Schüler war es eine interessante Erfahrung, diese Organismen in immenser Auflösung mit bloßem Auge beobachten zu können.

Für die Chemiker in der Oberstufe gab es am Freitag ein sehr interessantes Projekt. Im Projekt „Ester im Alltag“ haben sie sich, wie der Name schon sagt, voll und ganz mit Ester beschäftigt. Dabei durften die Oberstufen-Chemikerinnen und Chemiker sogar selbst Ester herstellen. Alle waren begeistert, spätestens als sie verschiedene Gerüche, wie Kaugummi oder Gummibärchen, hergestellt haben. „Es hat richtig Spaß gemacht“, so Phillip aus der J1.

Für die englisch-liebenden Schülerinnen und Schüler standen zwei Projekte zur Auswahl: „Debating“ und „Bewerbungen und Lebenslauf auf Englisch“. Während bei „Debating“ über Freiheit und Sicherheit debattiert wurde, schrieben die Teilnehmer bei „Bewerbungen und Lebenslauf auf Englisch“ ihre eigenen Lebensläufe und Bewerbungen und trainierten das richtige Auftreten bei Bewerbungsgesprächen. Bei beiden Projekten wurden die Schülerinnen und Schüler auf die Zukunft und das eventuelle Bewerben im Ausland vorbereitet.

Darüber hinaus gab es noch die Möglichkeit, an folgenden Projekten teilzunehmen:

„Logisch argumentieren“, „Exkursion zu Evobus“, „Operatoren im Mathe Abi“ und „Mathematik von QR-Codes“.

Natürlich gab es auch ein Projekt, was die Projekte besuchte, die Schüler interviewte und diese Texte verfasste: Die „Projektdokumentation“. Die aus fünf Personen bestehende Gruppe ging an beiden Tagen von Raum zu Raum und sammelte Informationen, um von der großen Diversität der Projekte zu berichten. Für die Gruppe sei es eine interessante und herausfordernde Erfahrung gewesen, in der Kürze der Zeit diese große Vielzahl von Informationen zu bündeln und niederzuschreiben. Dennoch sei der Spaß nie zu kurz gekommen.

Die 11a und ihre Begleitlehrerin Frau Marx hatte die Freude mit einer professionellen Yogalehrerin zu arbeiten. Im Kontrast zum entspannenden Yoga bot Herr Pfister der 11b einen Selbstverteidigungskurs an.

Neben den zahlreichen Projekten der Oberstufe, gab es auch ein vielfältiges Angebot für die Unter- und Mittelstufe. Während sich die Schüler und Schülerinnen der fünften und sechsten Klasse auf Kennenlerntagen amüsierten und die Mittelstufe unter anderem eine Alpakawanderung oder einen Besuch im Freizeitpark unternahm, fanden zugleich mehrere Projekte vor Ort an der Schule statt.

Wir bekamen einen Einblick in das Projekt „Achtsamkeit und gewaltfreie Kommunikation“ der Klasse 7d unter der Leitung von Frau Mazeron und Frau Sattler.

Bei diesem Projekt handelte es sich vorwiegend um Entschleunigung, Entkopplung des Alltagsstresses und Body-Scanning, eine Methode für die Verbesserung der Balance des Körpers. Ein weiteres Projekt mit Frau Acksteiner und Herrn Lamp thematisierte neue Technologien: VR-Brillen. Die 9e berichtete „es ist wie eine andere Welt“ (Noah, 9e); „Krass, was alles möglich ist“ (Lotta, 9e). Die Resonanz war ausschließlich positiv. Des Weiteren hat sich die 7c in Begleitung von Frau Lukas mit den ersten Versuchen eines Tanzkurses vertraut gemacht und hatten dabei sehr viel Spaß.

Dies zeigt die vielfältige Bandbreite der Projekte am AEG. So hatte hoffentlich jede/r Einzelne die Gelegenheit ein für ihn gewinnbringendes Projekt auszuwählen, von dem man über die Schule hinaus profitieren kann. Wir als Oberstufe werden zwar an unserer Schule keine Projekttage mehr erleben, wünschen jedoch den anderen Schülerinnen und Schülern viel Spaß bei den folgenden Projekttagen in zwei Jahren!

Verfasser: Vanessa Conzelmann, Katharina Hörmann, Zeno Wrobbel

Reporter: Angela Konovalchuk, Nina Grein

Mitwirkende: Vanessa Conzelmann, Katharina Hörmann, Angela Konovalchuk, Nina Grein, Zeno Wrobbel